Waltzing in the Clouds- Eine kleine Liebeserklärung an Wien
Wien – Stadt der Musik, des Weines, der Psychoanalyse und der sprichwörtlichen Gemütlichkeit. Eine Stadt voller Widersprüche, in der Melancholie und Lebenslust, feiner Humor und tiefer Ernst, große Gefühle und leise Zwischentöne seit jeher nah beieinanderliegen.
In „Waltzing in the Clouds – Eine kleine Liebeserklärung an Wien“ nähert sich Ethel Merhaut gemeinsam mit ihrem Trio ihrer Heimatstadt auf ganz persönliche Weise und zeichnet über ihre Musik ein facettenreiches Porträt Wiens, von Operette und Wienerlied über Chanson und Schlager bis hin zum scharfzüngigen Kabarettlied.
Von Franz Lehár, Robert Stolz und Hermann Leopoldi bis zu Georg Kreisler und Hugo Wiener spannt sich ein weiter musikalischer Bogen durch das 20. Jahrhundert. Bekannte Melodien treffen dabei auf beinahe vergessene Kostbarkeiten und erzählen von einer Stadt, die sich immer wieder neu erfunden hat und deren Musik ebenso vielfältig ist wie ihre Geschichte.
Ethel Merhaut und ihre Musiker verbindet nicht nur ihre große Liebe zu Wien, sondern auch ein multikultureller Hintergrund, wie er für diese Stadt seit Jahrhunderten prägend ist. Ihre musikalischen Wurzeln reichen weit über Wien hinaus und gerade aus dieser Vielfalt entsteht eine ganz eigene Klangwelt, geprägt von feinem Zusammenspiel, improvisatorischer Freiheit und jener besonderen Wiener Musikalität, die sich jeder eindeutigen Zuordnung entzieht.Ein unterhaltsamer und berührender Abend, der in eine musikalische Welt entführt, in der noch nicht künstliche Intelligenz, sondern menschlicher Witz, Temperament und Gefühl den Takt vorgaben.
Ethel Merhaut- Gesang, Belush Korenyi- Klavier, Aliosha Biz- Geige, Clemens Gigacher- Kontrabass
Repertoire: „Wien wird tausendmal schöner“ R. Stolz, „35 Groschen“ H. Leopoldi, „Vilja Lied“ F.Lehar, „Novak lässt mich nicht verkommen“ Hugo Wiener, „Wien ohne Wiener“ G. Kreisler, „Chesterfield Girl“ G. Bronner
HERE&THERE- Echos der Sehnsucht
Mit Here&There widmet sich die Wiener Sängerin Ethel Merhaut erneut Liedern aus den 1930er Jahren – geht dabei aber musikalisch neue Wege. Die 15 Titel – Chansons, Foxtrotts, Tangos, Swing- und Operettenmelodien – sind stilistisch vielfältig arrangiert und lassen Elemente unterschiedlichster Genres einfließen.
So entsteht ein vielschichtiges Klangbild, das die emotionale Tiefe der Texte unterstreicht – von romantischen Höhenflügen bis zu bittersüßen Abschieden.
Und so überschlagen sich in „Here & There“ folglich die romantischen Ereignisse: Mal küsst man sich leidenschaftlich im Dunkeln, mal verfällt man dem unwiderstehlichen Charme des Geigers Johnny, mal trinkt man mit seinem Schwarm ein Glas Kracherl in einem Hernalser Café, um dann verheißungsvoll durch die magischen Nächte dieser Welt zu ziehen. Doch kein Glück währt ewig, und so schnell wie es gekommen ist, geht es oft auch wieder vorbei. Und so handeln manche Lieder von den tragischen Seite der Liebe, vom Schmerz der Einsamkeit und des Verlassenwerdens. Es ist eben das „Alte Lied“: Die Liebe kommt, die Liebe geht.
Ethel Merhaut-Gesang, Belush Korenyi-Klavier, Ilse Riedler- Saxophon/Klarinette, Clemens Gigacher- Kontrabass, Andreas Senn/Jörg Mikula- Schlagzeug
SÜSS&BITTER - Lieder der 30er Jahre
Foxtrott, Tango, Walzer und Chanson treffen auf pointierten Wortwitz, große Gefühle und jene besondere Mischung aus Leichtigkeit und Abgründigkeit, die die Musik der 1920er- und 1930er-Jahre bis heute so faszinierend macht. „Süß & Bitter“ versammelt Lieder aus einer Zeit des gesellschaftlichen Aufbruchs, in der anspruchsvolle und populäre Kultur so selbstverständlich ineinandergriffen wie selten zuvor.
Ein besonderer Fokus liegt auf den Frauen dieser Epoche. Viele der Lieder wurden eigens für Sängerinnen und weibliche Bühnenfiguren komponiert und erzählen von neuen Rollenbildern, wachsender Selbstbestimmung und einem veränderten weiblichen Selbstverständnis. Die Musik wird so zum Spiegel einer Zeit, in der sich gesellschaftliche Konventionen verschoben und Emanzipation und Freiheit zunehmend sichtbar wurden.
Ethel Merhaut nähert sich diesem Repertoire mit einem ganz persönlichen Zugang. Ihre klassische Gesangsausbildung verbindet sie mit stilistischer Freiheit, feinem Gespür für Sprache und großer Ausdrucksvielfalt. Gemeinsam mit ihrem Ensemble lässt sie bekannte Melodien ebenso wie beinahe vergessene Kostbarkeiten neu entstehen. Kammermusikalische Feinheit, Jazz, Improvisation und spielerische Virtuosität verbinden sich dabei zu einer eigenen Klangwelt. Mit Geschichten über die Komponisten und Interpretinnen dieses Repertoires führt Ethel Merhaut durch den Abend und lässt dabei auch die Welt hinter den Liedern lebendig werden.
„Süß & Bitter“ ist längst auch über die Grenzen Wiens hinaus erfolgreich. Neben der ursprünglichen Fassung mit Ethel Merhaut und ihrem Quartett erklang das Programm bereits als Orchesterfassung mit der Württembergischen Philharmonie Reutlingen. 2026 entstand zudem anlässlich des Jahres Jüdische Kultur in Sachsen eine Kooperation mit der Sächsischen Bläserphilharmonie, die „Süß & Bitter“ in eigens geschaffenen Arrangements bei mehreren Konzerten in Deutschland präsentierte, darunter beim Mozartfest Würzburg, mit großem Erfolg.
Ein unterhaltsamer und berührender Abend voller musikalischer Raffinesse, Temperament und feiner Ironie, der den Klang und den Zeitgeist einer außergewöhnlichen Epoche ins Heute holt.
MENDELE LOHENGRIN
Zu seinem 20. Jubiläum hat das Jewish Chamber Orchestra Munich die Erzählung Mendele Lohengrin als Klezmer-Singspiel vertonen lassen. Im Jahr 2025 gibt es deutschlandweit Aufführungen. Aktuelle Termine finden Sie in unserem Konzertkalender: https://jcom.de/collections/konzerte
mit Ethel Merhaut, Stefan Merki und dem Jewish Chamber Orchester Munich unter der Leitung von Daniel Grossman
Evgenji Orkin, Komponist
TRAVESTIE DER LIEBE
Vicky Baum, Else Lasker-Schüler und Else Feldmann gehören nicht nur zu den bedeutendsten Autorinnen des frühen 20. Jahrhunderts, sondern gelten als Pionierinnen ihrer Zeit. Ihre Werke spiegeln die Vielfalt weiblicher Erfahrung wider – von Glanz und Erfolg über künstlerische Radikalität bis hin zu sozialkritischem Realismus. Damit stehen sie exemplarisch für die Spannungen und Umbrüche ihrer Epoche und sind zugleich von zeitloser Relevanz.
Schauspielerin Gerti Drassl bringt ausgewählte Texte dieser bedeutenden Autorinnen zu Gehör und zeichnet ein lebendiges Bild ihrer Biographien. Ethel Merhaut und ihr Trio untermalen die Texte mit Musik von Friedrich Hollaender, Kurt Weill und Georg Kreisler und verleihen den literarischen Stimmen eine weitere, klangvolle Dimension.
So entsteht ein abwechslungsreicher Abend über das Spannungsfeld weiblicher Erfahrung: zwischen Selbstermächtigung und Unterdrückung, zwischen Idealisierung und Abwertung, zwischen Intimität und Öffentlichkeit – und über den Mut, gegen alle Widerstände eine eigene Stimme zu behaupten.
Der g´schupfte Ferdl geht Tauben vergiften im Park
Bela Koreny, Karl Markovics, Julia Stemberger, Caroline Frank, Ethel Merhaut und Wolf Bachofner
Die Geschichte zweier genialer Liedermacher, die Freunde waren und zu Feinden wurden – die sich aber immer sehr zugetan waren: Gerhard Bonner und Georg Kreisler.
„Im Frauenparadies“
lässt die Unterhaltungsmusik der 1920er- und 1930er-Jahre in Originalarrangements wieder aufleben und entführt in die Atmosphäre der Unterhaltungstheater zwischen Wien und Berlin. Im Zentrum stehen die großen Diven jener Zeit, die mit Chansons, Operetten, Schlagern und Filmmusik das Publikum begeisterten.
Ethel Merhaut verkörpert diese Künstlerinnen stimmlich und szenisch, begleitet von einem Ensemble, das den Originalklang der Epoche authentisch wiedergibt. Stefano Bernardin führt als Impresario durch den Abend und erzählt aus dem Leben der damaligen Stars.
Das Programm umfasst bekannte und wiederentdeckte Werke u. a. von Franz Lehár, Emmerich Kálmán, Paul Abraham, Kurt Weill, Robert Stolz und Werner Richard Heymann sowie Texte von Autoren wie Fritz Löhner-Beda, Robert Gilbert und Bruno Balz.